
Willkommen in der Hauptstadt des Sultanats Oman - Muscat- an der südöstlichen Spitze der arabischen Halbinsel, eingebettet zwischen den VAE, Saudi Arabien und dem Jemen. Die Stadt hat mich sofort gefesselt mit ihrer sagenhaften Schönheit, den sauberen Straßen, den imposanten Gebäuden und nicht zuletzt der Freundlichkeit der Einwohner.
Angekommen im Hafen von Muscat traf ich unseren Guide Mohammed, einen liebenswerten Einheimischen in seiner traditionellen Kleidung, dem Dishdasha, ein weißes langes und knöchellanges Gewand. Er sprach ein ausgesprochen gutes Englisch und nahm uns auf eine wunderbare Reise durch die Stadt. Wir begannen die Tour mit dem Auto und unser erster Stopp war die Moschee von Muscat, die große Sultan Gabus Moschee, im Übrigen der größten des Landes. Sie wurde nach dem ehemaligen Sultan benannt und im Jahre 2001 fertiggestellt. Mich faszinierte der Ort und die Schönheit dieser Moschee, der Garten war wunderschön dekoriert und der Ort strahlte eine ungemeine Ruhe und Frieden aus. Keiner war hektisch oder unruhig. Wir erlebten einen wunderbaren Sonnenuntergang und konnten die riesige Moschee von allen Seiten bewundern. Leider war es zu der Uhrzeit nicht mehr möglich, als Tourist in die Moschee zu gelangen, zumal dort auch strenge Auflagen herrschen: die Männer dürfen keine kurze Hosen oder ärmellose T Shirts tragen, für Frauen gilt, dass die Kniee und die Schultern bedeckt sein müssen, ein Kopftuch für Touristinnen wird empfohlen, ist aber keine Pflicht.
Danach ging es weiter zur Oper von Muscat. An der Oper ist ein Shopping Center angeschlossen, in dem man schlendern kann. Die Toiletten sind ausgesprochen sauber gewesen, wie ich es selten in einem Land erlebt habe. Im Inneren der Oper ist die Einrichtung sehr stilvoll und edel gehalten. Während man in Europa stets viel Geld für das Parken zahlen muss, ist dies im Oman für gewöhnlich kostenlos und wenn man es möchte, wird einem während des Aufenthalts das Auto per Hand gewaschen.
Im Anschluss sahen wir den Königspalast, der einfach absolut beeindruckend durch seine Größe ist - man hatte den Eindruck, in einer kleinen Stadt unterwegs zu sein. Dieser Palast wird aber nicht bewohnt, sondern nur für den Empfang von Staatsgästen genutzt. Dieser steht im Herzen der Altstadt und wird von den historischen Festungen Al - Mirani und Al- Jalali umringt. Außerhalb des Gebäudes befindet man sich im Regierungsbezirk und wenige Meter weiter hat man den Blick auf das Meer.
Ein absolutes Highlight der Stadt ist der Mutrah Souk, direkt am Hafen. Man geht durch ein gewaltiges Tor direkt in den quirligen Basar, in dem es nur von Verkaufsständen, Düfte, Stimmen, Menschen, Gewürze, Stoffe, Souvenirs wimmelt. Hätten wir nicht unseren Guide dabei gehabt, wären wir Gefahr gelaufen, uns zu verirren. Überall gibt es Stände und kleine Gassen und es geht sehr geschäftig zu. Eine unglaubliche Atmosphäre! Hier ist Handeln absolut Pflicht und wird als Beleidigung aufgefasst, wenn man es nicht tut. Und zugegebener Weise, sollte man handeln, da die Preise ansonsten exorbitant hoch sind. Ich habe habe einen Cashmere Schal ergattert und das Handeln hat großen Spaß bereitet. Wer hier exotische Gewürze kaufen möchte, sollte sich nicht zurückhalten. Die Verkäufer freuen sich auf die Touristen. Nur Mut beweisen! Die "locals" sprechen alle ganz gut englisch.
Zum Schluss unserer Tour bekamen wir noch eine atemberaubende Sicht auf die Stadt und eine kleine Stadtrundfahrt um die Küste, gepaart mit einer Prise Geschichte und einem Guide, der sein Land abgöttisch liebt und wenn wir nicht zurück auf das Schiff hätten müssen, hätten wir gerne noch einige weitere Stunden mit ihm verbracht.
Kommentar hinzufügen
Kommentare
Sehr sehr schön!🩷